Ishvara Pranidhana - Vertrauen in eine höhere Kraft

Den Samstagabend hatte ich mir ganz besonders schön in meinen Vorstellungen ausgemalt, aber wie das Leben manchmal so ist, passiert es manchmal ganz anders. Denn meine Hündin Lokii erschrak sich an den genannten Abend so sehr durch laute Menschenmassen die auf uns plötzlich zukamen, sodass sie sich aus ihr Hundegeschirr befreite und panisch davonrannte. Bis in die Nacht hinein suchten wir sie überall und als unsere Kräfte zu Ende waren und durch die Dunkelheit auch nichts mehr zu sehen war, beschlossen wir zuhause zu warten, bis es früh morgens wieder hell werden würde und wir weitersuchen könnten.

Zuhause beim Warten kamen dann Ängste und doch wieder Gedanken, daß man vielleicht doch die ganze Nacht weitersuchen sollte.

Vielleicht kennt ihr dies auch aus anderen Situationen, wo man denkt man habe noch nicht genug getan oder auch das Gefühl, es läge nur in unserer Hand etwas bewirken und verändern zu können.

An diesem Abend half mir als Inspiration Ishvara Pranidhana aus den Niyamas, wo es darum geht, die eigenen Grenzen zu erkennen und zu akzeptieren, daß vieles nicht im Einflussbereich der eigenen Macht liegt. Eine Akzeptanz zum Leben und alles was es mit sich bringt zu entwickeln.
Loszulassen und ein Grundvertrauen in das Leben oder auch in eine höhere Kraft zu haben. Ob es in der Form der Hingabe an eine Göttlichkeit in einem Gebet ist oder durch den Glauben an das Leben selbst, bleibt jedem selbst überlassen.
Ein Sprichwort sagt: "Selbst wenn es keinen Gott gibt, wäre es besser an ihn zu glauben". Denn wir haben nur einen kleinen Einfluss auf die Dingen im Leben. Den Rest den wir loslassen müssen, können wir aber mit einem tiefen Vertrauen oder einem festen Glauben ersetzen.

Und ich setzte mich auf die Couch, vertraute Lokii und auch dem Universum, daß sich alles zum Guten wenden würde. Und um 02.30 Uhr in der Nacht kam Lokii zur Tür herein. Sie hat den Weg vom Jungbusch bis nach Sandhofen ganz alleine gefunden.

 

Vorbeugen und Hüftöffnungen die auf körperlicher Ebene für das Loslassen stehen.

Di  09.30 - 11.00 Uhr Yin Yoga online über Skype
Di 18.15 - 19.45 Uhr Hatha Yoga online über Skype

Mi 18.30 - 20.00 Uhr Hatha Yoga live im Teamparcours, Pozzistraße 7, 68167 Mannheim, Neckarstadt West
Fr 18.30 - 20.00 Uhr Slow Yoga live im YogaHeld, Im Stiegelsteig 8a, Böhl-Iggelheim

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Raum und Ausdruck

Diese Woche möchte ich mich Euch unserem 5. Chakra und der Hals- und Nackenregion zuwenden.

Vishuddha Chakra ist das reine, klare Chakra. Es ist das was übrig bleibt, wenn man alle Dinge die den Elementen Erde, Wasser, Feuer und Luft entstammen entfernt hat.
Element: Raum


Damit ist gemeint, das nach Abzug aller anderen Elemente (Erde, Wasser, Feuer, Luft) lediglich der reine Raum übrig bleibt. Es ist der Raum in dem sich der gesamte Kosmos manifestiert, aber auch der Raum in dem du vielleicht gerade sitzt, oder der Raum den Du für Deinen Selbstausdruck benötigst.
Es ist das Prinzip "Raum" auf allen Ebenen.

Körperlich ist Vishuddha-Chakra in der Höhe Deines Kehlkopfes.
Es reguliert die Schilddrüse und die Organe die mit Kommunikation zu tun haben wie Sprechorgane und Gehör.

Menschen mit einer Störung im Vishuddha Chakra halten sich für unwichtig, wissen mit viel Raum gar nichts anzufangen. Das drückt sich auch in der Körperhaltung aus: Diese Menschen ziehen Kopf und Schultern ein und knicken den Hals um sich klein zu machen und beschränken ihren Blickwinkel auf den Boden vor ihren Füßen.

In der Persönlichkeits-Evolution repräsentiert das Kehlkopf-Chakra das 28.-35. Lebensjahr.
Das ist die Zeit in der die Persönlichkeit soweit reift, daß wir in der Lage sind eine aufrechte Haltung einzunehmen und Präsenz zu zeigen.
Vishuddha-Chakra steht auch für den Raum, den wir uns für unsere Entfaltung selbst zugestehen. Wenn wir uns vor Angst klein machen, dann schnürt es uns die Kehle zu. Wenn wir uns in unserer Entfaltung blockieren (lassen), dann verschlägt es uns die Sprache oder wir lassen den Kopf hängen, was Vishuddha blockiert. Bei Angst machen wir uns klein, indem wir den Kopf zwischen die Schultern ziehen. Auch diese Haltung führt zu einer Blockade von Vishuddha-Chakra. Die weitverbreitete HWS-Fehlstellung "Schwanenhals", eine Kombination von Rundrücken und eingeknickter Halswirbelsäule, ist eine typische Haltung für Menschen die sich selbst zurücknehmen. Die sich den Raum für ihre eigene Entfaltung nicht gönnen.

Die innere aufrechte Haltung, die erforderlich ist um einen angemessenen Entfaltungsraum zu füllen wächst auf der Basis von Vertrauen in den Fluss des Lebens und einer gesunden Spiritualität.
Das Vertrauen hat seine Wurzel im Muladhara-Chakra. Die Spiritualität bekommt im Vishuddha-Chakra Raum. Erst wenn wir erkennen können, daß der Lebensweg ein Entwicklungspfad ist und das alles was uns geschieht Sinn macht, können wir unser Vishuddha-Chakra entfalten.

Gesundheit:
positiv
Gute Zusammenarbeit mit dem zweiten Chakra (Swadhisthana) - emotionale und psychische Polaritäten werden ausgewogen gehandhabt
Stabile Emotionalität, ausgewogenes Handeln
Ausgleich zwischen den Polaritäten der Gefühle
Guter Antrieb
Präsenz und Ausstrahlung
Kommunikation: der eigenen Erfahrung offenen Ausdruck verleihen
Zu seiner Einzigartigkeit oder Andersartigkeit stehen können

negativ
Aggressivität und Passivität, Ängstlichkeit
Halsstarrigkeit oder übermässige Anpassung, Anspannung,
Angst davor im Unrecht zu sein, Unterdrückung eigener Gefühle
Zweifel, Apathie, totales Schweigen, Reaktionsmangel
Dinge in den falschen Hals bekommen
Schilddrüsenstörung

Dieses Chakra steuert fast alle Meridiane bzw. Nadis und ist daher für die meisten psychosomatischen Erkrankungen zuständig.

Spiritualität
Kommunikations-Chakra

Ist das Chakra unerwacht, verwenden wir Kommunikation für unsere egoistischen Zwecke.
Erwacht das Chakra, entsteht die Fähigkeit der Kommunikation der erhabeneren Aspekte des Daseins. Es geht um die Fähigkeit alle Gedanken des Verstandes in eine Form zu bringen, ihnen Gestalt zu verleihen, unter Nutzung aller Formen: Kunst, Poesie, Musik, Gesang, Tanz, ... Wir kommunizieren unsere innersten Gefühle

Asanas zur Aktivierung des Halschakras sowie zur Auflösung von Verspannungen im Schulter & Nackenbereich

Denn ein freier Nacken ist die Verbindung zwischen Kopf und Herz

 

Di  09.30 - 11.00 Uhr Yin Yoga Skype online

Di 18.15 - 19.45 Uhr Hatha Yoga Skype online

Mi 18.30 - 20.00 Uhr Hatha Yoga , Teamparcours, Pozzistr. 7, 68167 Mannheim

Fr 18.30 - 20.00 Uhr Slow Yoga Yogaheld, Im Stiegelsteig 8a, Böhl-Iggelheim

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Satya - Wahrhaftigkeit

 

Satya gehört zu den Yamas, dem ersten Glied des achtgliedrigen Pfads nach Patanjali.

 

Hinter Satya verbirgt sich nicht bedingungslose Ehrlichkeit, sondern vielmehr authentisches Verhalten. Es geht darum, nichts vorzugeben, was nicht wahr ist – auch nicht aus falscher Rücksichtnahme.

 

Nicht aus der wahrhaftigen Identität herauszuleben, sondern aus Erwartungshaltungen anderer oder von sich selbst, ist mitunter auch sehr anstrengend. Jede Form der Unaufrichtigkeit kostet unglaublich viel Energie, verursacht Konflikte und erzeugt Schuldgefühle. So endet das eigene Leben und auch die Verbindungen zu Mitmenschen in künstlich erschaffenen und komplizierten Strickmustern.

 

Außerdem meint Satya die Sorgfalt, nicht nur zu bedenken was, sondern auch wie etwas gesagt wird und welche Konsequenzen die Wahrheit hat. Ziel ist, die Wahrheit so gut es geht zu formulieren, ohne jemanden absichtlich oder unnötig zu schaden.

 


Wahrhaftig bedeutet auch, ehrlich die eigenen Bedürfnisse und Grenzen zu achten und nicht nur einer Erwartungshaltung zu entsprechen und sein eigenes Leben, sein pures wahrhaftiges Selbst zu leben. Kein Verbiegen, kein Kämpfen um endlich die Anerkennung zu bekommen, die man vielleicht nicht als Kind oder Erwachsener bekommen hat. Und nicht damit die innere Leere der Wertlosigkeit zu füllen um endlich einen Platz in unserer Familie, Freundeskreis und Gesellschaft einnehmen zu dürfen.

 

Wie schön wäre es, sich so zeigen zu können, wie man wirklich ist. Ganz ohne Maskierung mit allen Stärken und allen Schwächen. Denn man ist doch bereits, man muss nicht mehr werden.

 

 

 

Grundsätzlich hat jeder einzelne schon diese Wahrheit in sich, es gilt diese Stück für Stück freizumachen, frei von Mustern, Bildern und Erwartungshaltungen.

 

 

Wer mit sich selbst und andere wahr ist und bleibt, besitzt die schönste Eigenschaft der größten Talente. (Johann Wolfgang von Goethe)

 

 

Also...sei Du selbst......alle anderen sind schon vergeben!

 

 

 

Herzöffner

 

 

Di  09.30 - 11.00 Uhr Yin Yoga Skype online

Di 18.15 - 19.45 Uhr Hatha Yoga Skype online

Mi 18.30 - 20.00 Uhr Hatha Yoga Outdoor im unteren Luisenpark (Höhe Theresienkrankenhaus)

Fr 18.30 - 20.00 Uhr Slow Yoga Yogaheld, Im Sitegelsteig 8a, Böhl-Iggelheim

So 14.15 - 15.30 Uhr Kunst aus Betrachtung der Yogaphilosophie (James Ensor), Kunsthalle Mannheim

 

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Erdung und Wachstum

Nach soviel Wasserelement in unseren letzten Kursen, möchte ich diese Woche für Euch erdende Asanas anbieten.

Wenn wir uns in unserem Leben nicht stabil und verwurzelt fühlen, fällt es uns schwer uns frei neuen Situationen in unserem Leben zu öffnen.

Erdende Asanas nähren und festigen die Wurzeln (Muladhara) in Dir, sodaß wieder neue Sicherheit und Vertrauen wachsen kann.

Wachstum benötigt Kraft und Ruhe. Die Kraft die sich mit dem Feuer, neuen Herausforderungen zu stellen, in uns verbindet und als Ausgleich die Ruhe in uns, die uns immer wieder die Gelegenheit gibt, in unserer Mitte anzukommen, uns zu verwurzeln, die Kraft der Asana auch in uns zu spüren und entfalten zu können.

Wenn Dein Feuer ( Kraft und Tatdrang) mit Deiner Erde ( der Ruhe und Stabilität) im Einklang miteinander stehen, dann erreichst Du den Zustand des Yoga und bist auf dem Weg der Selbsterkenntnis.
 

Erdene Asanas die zum Verwurzeln einladen

 

Di  09.30 - 11.00 Uhr Yin Yoga Skype online

Di 18.15 - 19.45 Uhr Hatha Yoga Skype online

 

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Kunst aus Betrachtung der Yogaphilosophie

Kosmos Kiefer: Yoga in der Kunsthalle
Gespräch zum Werk von Anselm Kiefer und Yoga mit Birgitt Held.
Anselm Kiefers Installation „Palmsonntag“' bezieht sich auf die biblische Geschichte von Christis Reise nach Jerusalem kurz vor seiner Verhaftung und Hinrichtung, als Gläubige ihm Palmblätter in den Weg legten. Kiefers Installation besteht aus 30 Gemälden mit Palmwedeln und -stämmen neben einer in Harz gegossenen Palme. Als Auftakt zu Christis Tod symbolisiert die Geschichte für den Künstler den Moment zwischen Triumph und Zerstörung. Der umgestürzte Baum, der auf dem Boden der Galerie liegt, erinnert an den Leib Christi vor seiner Auferstehung und deutet sowohl auf Sterblichkeit als auch auf Erneuerung hin.
Nach einer Einführung zu Anselm Kiefers Werk geht es im Gespräch mit der Yogalehrerin Birgitt Held um den zerstörerischen Aspekt, der in Kiefers Werk ein starkes Thema bildet und um Formen der Erlösung, der Transformation und Neuerschaffung bzw., Auferstehung, wie sie im Werk „Palmsonntag“ bestimmend sind. In den Puranas, ein wichtiger Bestandteil in der Yogaphilosophie, wird hier von einer Trinität fundamentaler Kräfte der Natur erzählt: Brahma erschafft unser Universum, Vishnu erhält es, Shiva zerstört es. Das spiegelt einen unaufhörlichen ewigen Kreislauf, da immer nach der Zerstörung auch wieder die Neuerschaffung beginnt.
Anschließend Yogapraxis.
Informationen zu Birgitt Held unter www.yogaheld.com
Hinweis zu Corona: Die Teilnehmer*innenzahl wird zur Einhaltung der Abstandsregelungen auf 8 Personen begrenzt. Für die Teilnahme an Veranstaltungen benötigen Sie aktuell einen der drei folgenden Nachweise: - negativer tagesaktueller Corona-Schnelltest (max. 24 Stunden alt) ODER - Corona-Impfbescheinigung; diese muss eine seit mindestens 14 Tagen abgeschlossene Impfung bzw. Zweitimpfung, falls diese impfstoffbedingt erforderlich ist, bestätigen ODER - Genesungsbescheinigung in Form eines PCR-Tests, der Ihre vergangene Infektion bestätigt und nicht älter als 6 Monate ist. Bitte informieren Sie sich kurz vor Ihrem Besuch auf unserer Homepage über mögliche Änderungen der Corona-Regeln.
Ticket: 15 €

Samstag 03.07.2021

10.30 - 12.00 Uhr Kunst aus Betrachtung der Yogaphilosophie (Theorie und Asanapraxis)

Anmeldung und Reservierung über die Kunsthalle Mannheim

 

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